Raum zum Heulen

Eine Bekannte, die auch ein altes Haus saniert hat, hat mal vor einiger Zeit gesagt: „Es tut gut, sich einfach mal zwischendurch auf die Treppe zu setzen und einfach nur mal zu heulen…“ – und sie hat ja soooo Recht!!!

Wenn ich in meinem Haus herumgehe (-im Slalom um die verschiedenen Arbeitsgeräte, Schutthaufen und temporäre Absperrungen-) kann ich mir nicht vorstellen, hier einmal leben zu können.
Zwar gibt es grobe Pläne, wie das eine oder andere zukünftig aussehen soll, aber so richtig vorstellen kann man es sich nicht. Die Zukunft ist einfach noch viiiiiiel zu weit weg.

Was da ist, ist die Gegenwart: Man läuft in alten Klamotten rum, die schmutzig, staubig und löchrig sind.
Jeder Toilettengang ist mangels fließendem Wasser eine Herausforderung. Der Flur und einzelnen Räume sind nur an manchen Tagen begehbar. Auch Strom ist nur abschnittsweise über eine Kabeltrommel und Verlängerungskabel verfügbar. Und immer wieder das nervige Warten auf die Handwerker.

Die Nerven liegen blank, mir ist zum heulen zumute, aber die Treppe ist gerade belegt… Aber wir haben einen Raum, in den man sich einfach nur mal zurück ziehen kann. Man lernt irgendwie, mit dem Wenigen was man hat zufrieden zu sein.

Aber zwischendurch gibt es ein paar kleine Lichtblicke: Wir haben nicht nur eine Kaffeemaschine sondern seit neustem auch einen Kühlschrank (mit Gefrierfach!!!). Endlich gekühlte Getränke bei 30 Grad im Schatten!

 

Advertisements
Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , , , , , , | Ein Kommentar

Beitragsnavigation

Ein Gedanke zu „Raum zum Heulen

  1. Bine

    Euer Hausumbau weckt Erinnerungen in mir…

    Es ist 25 Jahre her, dass wir ein altes Haus umbauten. Dank DDR- Mangelwirtschaft kauften wir mühsam zusammen, was es gerade gab und was wir einmal zu brauchen glaubten. Jedes Stück wurde mindestens noch 5 mal angefasst und hin- und hergetragen, ehe es tatsächlich verbaut wurde. Wir haben gearbeitet bis zum Umfallen. Das war ne schwere Zeit und oft merkte ich, wie sehr wir mit allem überfordert waren! Wir waren Anfang 20 und eigentlich selbst noch Kinder. Dank gebührt da unseren Vätern, ohne das Wissen und die Hilfe der beiden wären wir nicht fertig geworden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: